Manchmal passiert es schon in aller Frühe, wenn es noch dunkel ist und die meisten schlafen. Wer zum Pinkeln raus muss und dabei zufällig am Fenster vorbeikommt, mag seinen Augen nicht trauen:
Buddelt da der Nachbar wirklich ein Loch in seinen wohl gepflegten englischen Rasen? Mitten in der Nacht?!
Das muss ein Traum sein – schnell auf die Toilette und wieder ins Bett, bevor der Wecker zum letzten Arbeitstag der Woche klingelt. Der Partner hat schon Frühstück gemacht, welch eine Überraschung! Aber warum zum Teufel gibt es nur Wasser und Brot?
Verdächtiger Berufsverkehr…
Auf dem Weg ins Büro hätte es dann fast gekracht: Irgendein Idiot hat im Mordstempo überholt. So eilig kann es nur jemand haben, der auf der Flucht vor etwas ist. Etwa vor dem Wochenende?
Sicher nicht – jeder dürfte doch froh sein, wenn die Arbeitswoche geschafft und dieser verrückte Freitag endlich vorbei ist. Verdammt, welches Problem hat eigentlich dieser schwarze Mercedes mit den getönten Scheiben, der uns schon die ganze Fahrt wie ein Magnet verfolgt?!
Im Büro wartet die nächste Überraschung: Die Dame am Empfang geht auf Körperkontakt und tastet alle wichtigen Stellen ab. Neue Sicherheitskontrolle, sagt sie. Auch verlangt sie von uns, sämtlichen Körperschmuck abzulegen. Den steckt sie dann in einen braunen Umschlag, auf den sie den Namen und das Datum notiert. Bitte schön, wenn es sie glücklich macht!
Der neue Look des Kollegen…
Endlich am Schreibtisch angelangt entpuppt sich der Kollege als absolutes Highlight des Morgens. Neue Frisur? Das traut man sich gar nicht zu fragen. Da hatte wohl Britney Spears ihre Finger im Spiel, die mal kurz zum Rasierer gegriffen und ihm den Kopf fast ganz kahl geschoren hat.
„Ich hol uns hier raus – ich hab schon einen Plan“, redet er gleich zur Begrüßung ganz wirres Zeug. Blitzt da unter seinem Hemd wirklich ein Tattoo hervor?
Der obligatorische Gang zur Kantine in der Mittagspause artet schließlich zu einem vollkommen skurrilen Schauspiel aus: Alles marschiert in Reih und Glied durch die Gänge zur Essensausgabe. Gelohnt hat es sich nicht: Was ist das heute bloß für ein Fraß? Da hatte tatsächlich das spartanische Frühstück noch mehr Geschmack!
Am Nebentisch tuscheln und kichern die Sekretärinnen ganz aufgeregt. „Oh, der war ja gestern wieder so toll“, schwärmen sie. Etwa die Shoppingtour bei Wentworth? Heißt die Kaufhauskette aber nicht Woolworth? Sehr „strange“ das Ganze!
Der Weg in die Freiheit…
Zurück im Büro beginnt der Kollege eifrig die ganzen Ordner und Unterlagen aus dem großen Schrank zu räumen. „Pass bloß auf, dass keiner kommt“, ordnet er an, bevor er hinter den Schranktüren verschwindet. Danach ist nur noch ein leises Scharren und Klopfen zu hören.
Die Stunden vergehen, es ist kurz vor Feierabend, da kommt er endlich wieder mit völlig verstaubter Beinahe-Glatze aus seinem Versteck hervor. „Ich bin durch, wir können gehen!“, sagt er triumphierend.
… und zwar durch den Schrank direkt ins Wochenende. Jetzt aber schnell die Beine in die Hand, bevor der Chef das Loch in der Wand entdeckt und die Jagd auf uns eröffnet!
Wer aus dieser kleinen Geschichte nicht schlau wird, hat vermutlich noch nie „Prison Break“ gesehen. Teleterrorist Michael ist schon süchtig nach der amerikanischen Knastserie und empfiehlt: Unbedingt einschalten – immer donnerstags um 23:10 Uhr bei RTL!
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Fotos: RTL, Fox Television