Der attraktive Mark (Til Schweiger) ist ein ehrgeiziger Rennradfahrer, ein unwiderstehlicher Weiberheld und ein unterhaltsamer Geschichtenerzähler. Der Lebemann wird aus der Bahn geworfen, als nach einem Unfall sein Bein amputiert werden muss.
Sein bester Freund Alex (Stipe Erceg), seine Freundin Nika (Jana Pallaske) und seine kleine Tockter Sarah (Luna Schweiger) versuchen ihm nach dem Schicksalsschlag wieder Mut zu machen.
Doch es braucht eine Weile, bis Mark seine Situation akzeptieren und ganz neu anfangen kann. Vor allem das Schreiben hilft ihm schließlich dabei, einen Weg aus der Depression zu finden.
>> Zum „Phantomschmerz“-Gewinnspiel
Die Story des Films beruht auf wahren Begebenheiten – es geht um einen Freund des Regisseurs und Drehbuchautors Matthias Emcke. Dennoch wirkt der Protagonist wie die mit unglaubwürdigen Problemen überladene Titelfigur einer Daily Soap. Immerhin gelingt es Schweiger, seine Rolle nicht ganz so pathetisch zu spielen, wie sie angelegt ist.
Das durchschaubare Drehbuch lässt kaum Platz für wirklich bewegende Momente. Die wenigen davon sind so kitschig und so voller Klischees umgesetzt, dass sie fast schon ungewollt komisch wirken oder einfach nur langweilen.
Die Stärken von „Phantomschmerz“ liegen klar in der optischen Umsetzung: Emcke fängt ein einsames Bild von Berlin ein, das Marks Innenleben besser widerspiegelt als sein Handeln oder etwa die hölzernen Off-Kommentare.
Fazit: Hanebüchenes Drama mit einem bemühten Til Schweiger. (mb)

Extras: Trailer, Making-of
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Til Schweiger, JanaPallaske, Luna Schweiger
Regie: Matthias Emcke
Drehbuch: Matthias Emcke
Ton: Dolby Digital
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9, 2.35:1
Länge: 93 Minuten
Produktion: Deutschland, 2009
VÖ: 06/11/09
Fotos: Warner Home Video